Freitag, 19. Mai 2017

Mai

Monatsthema:


"Distrikt 5 ist der kleinste Distrikt und stellt Strom und Energie zur Verfügung. Daher lesen wir im Mai Bücher, die in einer elektronischen Welt spielen." 



Rezensionen:






April

Monatsthema:


"Distrikt 4 steht für den Fischfang. Somit lesen wir im April Bücher in denen es ums Meer und dessen Bewohner geht. Auch Geschichten die am Meer spielen zählen."



Rezensionen:

Leider habe ich es in diesem Monat aus Zeitgründen nicht geschafft, meine Rezensionen zu den gelesenen Büchern zu schreiben.

März

Monatsthema:


"Distrikt 3 stellt die Technologie her, welche das Kapitol benötigt. Im März geht es also um Bücher, in denen neue Technologien oder Erfindungen vorkommen."


Rezensionen:

Leider habe ich es in diesem Monat aus Zeitgründen nicht geschafft, meine Rezensionen zu den gelesenen Büchern zu schreiben.



Rezension: The sun is also a star

The Sun is also a Star

Titel: The Sun is also a Star
Autor: Nicola Yoon
Seiten: 400
Verlag: Dressler Verlag
Erscheinungsdatum: 20.04.2017




Inhalt
Natashas letzter Tag in New York ist angebrochen, denn ihre Familie soll am Abend wieder nach Jamaika abgeschoben werden. Eine Welt bricht dadurch für sie zusammen und sie möchte nicht kampflos aufgeben. Doch dann trifft sie den Südkoreaner Daniel.
Und dieser eine gemeinsame Tag verändert alles...

Meinung
Als ich auf das Buch gestoßen bin, wusste ich, dass ich es lesen muss.
Nicht wegen dem schönen Cover, dem Inhalt oder den schwärmenden Rezensionen im Internet.
Ich musste es ganz allein aufgrund des Titels lesen.
Es war Liebe auf den ersten Blick, denn der Titel hat mich mehr als nur angesprochen.
Er ist wie ein kleiner Aufschrei: Vergesst nicht nach oben zu schauen. Vergesst nicht, dass die Sonne auch ein Stern ist. Vergesst nicht, dass wir doch alle gleich sind. Dass alle gleich hell leuchten.

Vielleicht ist das schon ein bisschen zu viel gedacht aber diese einfachen Worte haben mich einfach nicht losgelassen und ich war mehr als gespannt, was das Buch zu bieten hatte.
Ich war überrascht, als das Buch mit einem sachlichen Prolog über das Backen von Apfelkuchen begann.
Aber genau das hat mir in dem Buch so gut gefallen!
Es ist aufgeteilt in viele kleinere Kapitel mit unterschiedlichen Sichtweisen. Meistens wechselt es zwischen den zwei Hauptpersonen Daniel und Natasha hin und her.
Aber zwischendurch findet man weitere kleine Geschichten.
Über das Universum, die Liebe, die Wissenschaft, Menschen, Gefühle.
Sie greifen zurück in die Vergangenheit und schauen vor in die Zukunft.
Sie zeigen mit wenigen Worten und kurzen Seiten das ganze Leben von einzelnen Menschen. Den Charakter, die Entscheidungen, die dieser Mensch treffen wird und wie er sich damit fühlt.
Seine Geburt, das Leben, den Tod.
Beim Lesen dieser Zeilen fühlt man sich so wie in dem Moment, wenn man in den Himmel hoch blickt und über die unendliche Weite des Universums nachdenkt, nur um sich selbst plötzlich ganz klein zu fühlen.
Und das steht in einem großen Kontrast zu der Handlung des Buch, in welcher ein einziger Tag so viel Bedeutung erhält.

Tatsache ist: Ich glaube nicht an Magie.
Tatsache ist: Wir sind magisch.

Die Geschichte zwischen Daniel und Natasha ist vielleicht etwas unrealistisch. All die Zufälle - oder sei es Schicksal - sind wunderbar romantisch aber ein bisschen unglaubwürdig.
Und doch liest man es gern. Denn das ist es auch, was man sich wünscht. Kleine Wunder im Leben, so unwahrscheinlich sie auch sein mögen. Wir möchten an sie glauben und "The Sun is also a Star" gibt uns genau dieses Gefühl.

"Ein glutroter Sonnenuntergang ist nicht weniger romantisch, nur weil wir wissen, wie er zustande kommt."

Natasha und Daniel könnten unterschiedlicher nicht sein.
Natasha sieht Zahlen, Fakten, Daten. Sie liebt die Vernunft, das logische Denken und glaubt nicht an die wahre Liebe.
Daniel ist ein Poet, der es liebt Gedichte zu schreiben und trotzdem Medizin studieren soll. Er glaubt daran, dass Alles aus bestimmten Grund passiert.
Als die beiden aufeinandertreffen, wird nicht nur ihre Weltansicht auf den Kopf gestellt.
Sie kämpfen beide mit dem Aufprall von Kulturen, Vorurteilen und Familienproblemen, den man in der heutigen Gesellschaft eigentlich nicht mehr erwarten dürfte.
Mit der richtigen Mischung aus Tiefe und Leichtigkeit hat Nicola Yoon es geschafft, ein vielschichtiges Buch zu erschaffen.

Fazit
"The Sun is also a Star" ist eine außergewöhnliche Geschichte!
Zwischendurch scheint das Buch etwas zu unglaubwürdig aber es ist voller Lebendigkeit und zeigt, wie sehr wir die Menschen um uns herum beeinflussen. Was passiert, wenn unsere Leben aufeinanderprallen. Welche Möglichkeiten wir haben, wenn wir uns dafür öffnen. Dass es alles möglich ist, solange wir nicht aufhören zu träumen.
Und das zeigt uns Nicola Yoon in nur einem einzigen Tag für die Liebe

"Wir sind dazu geboren, zu träumen und die Dinge zu tun, von denen wir träumen."



Eure Samira 🌟

Mittwoch, 26. April 2017

Club der letzten Wünsche

Club der letzten Wünsche

Titel: Club der letzten Wünsche                             
Autor: Tamy Fabienne Tiede
Seiten: 288 Seiten
Verlag: Piper Verlag
Erscheinungsdatum: 01.02.2017



Inhalt
Schon in der Vergangenheit hatte Jesslyn es nicht immer leicht, doch das ganze wird durch ihre Diagnose getoppt. Jesslyn hat Krebs. Unheilbar.
Aber so leicht lässt sie sich nicht davon unterkriegen. Nicht bevor sie alle Punkte auf ihrer Liste erlebt hat...

Meinung
Als ich in der Buchhandlung zum ersten Mal auf das Buch gestoßen bin, ist es mir sofort aufgefallen.
Die Farben des Covers sind wunderschön und der Titel hat mich gleich an "Club der toten Dichter" und "Club der roten Bänder" erinnert - Zwei Dinge, die ich liebe.
Die Geschichte an sich ist wohl nichts Neues und findet man ziemlich häufig in den Büchern momentan. Aber was ein Buch mit einer solchen Geschichte ausmacht, ist die Umsetzung.
Und ich war sehr gespannt, ob die Autorin mich in dieser Hinsicht überzeugen kann.
Anfangs bin ich nicht wirklich mit der Protagonistin Jesslyn und ihrem Verhalten warm geworden.
Sie hat sich relativ kindisch verhalten, besonders in Bezug auf ihre Krankheit.
Auch ihr Umgang mit dem Umfeld, dem sie ständig abwehrend, zwischendurch unfreundlich, wenn nicht sogar etwas überheblich, begegnete, hat mich gestört.
Ich finde, dass die Autorin hier ein klares Bild von Jesslyns Charakter vermitteln wollte und sich zu Beginn etwas zu sehr auf ihre Idee von Jesslyn fixiert, ihr durch das Schreiben die freie Entfaltung genommen hat.
Außerdem war das Verhältnis zwischen den Ärzten und Jesslyn, bzw. den Familienmitgliedern, für mich sehr unrealistisch. Die Situation, in die sich Jesslyn durch ihr Unwissen gebracht hat, ist meiner Meinung nach sehr unwahrscheinlich, daher las ich mit Skepsis weiter.
Nach diesen anfänglichen Schwierigkeiten hat mich die Geschichte doch noch positiv überraschen können.
Ich habe die Charaktere näher kennengelernt, die mir so immer vielfältiger erschienen.
Die kleinen Überraschungen von Jesslyns Freunden waren einfach wundervoll und ich habe gemerkt, dass sich immer wieder ein Lächeln auf die Lippen gestohlen hat.
Und auch die unterschiedlichsten Gefühle sind vermittelt worden.
Ich konnte Jesslyn und ihre Sichtweise verstehen, was mich nur noch emotionaler zurück gelassen hat.
Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass mich der Schluss so berühren würde.
Ich hatte Tränen in den Augen und war teilweise überwältigt von den letzten Seiten.
Und ich hatte das Gefühl, dass die Autorin zum Ende hin erst wirklich aufgeblüht ist.
Damit konnte ich ihr den holprigen Anfang auch wieder verzeihen ;)

Gestört hat mich jedoch, dass die Autorin ständig etwas nebenbei angesprochen hat, das wahrscheinlich eine gewisse Bedeutung haben sollte, sie aber weiter nicht ausgeführt hat (z.B. kleine Familiengeheimnisse, die wohl nie aufgedeckt werden)  - vermutlich weil das Buch sonst zu lang gewesen wäre. Ich finde, sie hätte sich da mehr auf das Wesentliche konzentrieren sollen: Sie hat einfach zu viele Ideen gehabt, ohne sie wirklich umzusetzen, dabei gilt manchmal: Weniger ist mehr.

Fazit
"Der Club der letzten Wünsche" war ein wunderbares Buch mit einer emotionalen Geschichte.
Durch den Schreibstil der Autorin habe ich währenddessen jedoch meine Schwierigkeiten gehabt, wodurch die Lesefreude leider etwas gemindert wurde.
Nach dem Beenden war ich einen kurzen Moment regungslos, da mich das Ende voller Gedanken zurückgelassen hat und das zeigt mir, dass trotz allem viel Positives in diesem Buch steckt.
Insgesamt lohnt es sich, die Geschichte zu lesen. Man sollte jedoch keines der atemberaubenden Meisterwerke, wie es viele aus diesem Genre gibt, erwarten. :)

Eure Samira 🌟


Ich danke dem Piper Verlag für das Rezensionsexemplar.




Montag, 10. April 2017

Rezension: Ich wollte nur, dass du noch weißt...

Ich wollte nur, dass dass du noch weißt...

Titel: Ich wollte nur, dass du noch weißt...
Autor: Emily Tunko, Lisa Congdon
Verlag: Loewe Verlag 
Seiten: 192 Seiten
Erscheinungsdatum: 13.02.2017




Inhalt
In ihrem Tumblr-Blog Dear My Blank postet die 16-jährige Emily Trunko anonyme Briefe, Nachrichten und E-Mails der mehr als 35.000 Leser ihres Blogs, die eigentlich nie versendet werden sollten: herzzerreißende Liebesbriefe, zutiefst traurige Abschiedszeilen und auch Worte voller Hoffnung. Solche, bisher unveröffentlichte Briefe aus der ganzen Welt, wurden gesammelt und in diesem Buch zusammengeführt.

Meinung
Der Blog "My Dear Blank" ist mir schon länger bekannt gewesen. Und ich verfolge ihn noch immer!
Ich liebe die Idee dahinter und finde es einfach erstaunlich, wie viele Personen dazu bereit sind, ihre Briefe zu veröffentlichen.
In jedem einzelnen Brief, Satz und Wort stecken unglaublich viele Emotionen.
Hinter jedem Brief versteckt sich eine Person mit einer Geschichte.
Mit Persönlichkeit, Gedanken über die großen und kleinen Dinge im Leben.
Personen voller Liebe und Hass.
Voller Leidenschaft und Angst.
Glück und Trauer.
Zweifeln und Träumen.
Es macht fast süchtig, diese Briefe zu lesen. Man entdeckt sich manchmal selber wieder, fühlt sich angesprochen und findet Kraft in den Worten eines Menschen, der irgendwo auf dieser Welt lebt.
Und auf der anderen Seite wird einem erst klar, wie viel Individualität und Leben in jedem Einzelnen von uns steckt.
Es gibt unendlich viele Schicksale, die auf ihre eigene Weise einzigartig sind. Über die man sich erst durch die Briefe Gedanken macht. Und die einem das Gefühl geben, diese wildfremden Menschen beschützen zu wollen, ein Gespräch mit zu führen oder sie einfach nur zu umarmen.
Das Buch ist wunderschön und kreativ gestaltet. Die Tropfen auf dem Cover, die in den Regenbogenfarben schillern und irgendwie auch diese kunterbunte Welt widerspiegeln.
Und die Illustrationen und farbenfrohen Seiten im Inneren, die passend auf die Briefe abgestimmt sind.
Es wurde viel Liebe in das Buch gesteckt und das hat man auch während dem durchblättern gespürt.
Außerdem ist das Ganze in unterschiedliche Themen unterteilt, was mir gut gefallen hat.

Leider war ich ein kleines bisschen enttäuscht von der Auswahl der Briefe.
Sie waren alle wunderschön aber ich hätte mir etwas mehr Vielfalt gewünscht. Nachdem ich die unterschiedlichsten Texte auf dem Blog gelesen hatte, war ich überrascht, dass so ähnliche Inhalte auftauchten. Aber ich bin trotzdem mehr als zufrieden mit dem Buch und falls ich Lust auf mehr habe, kann ich ja jederzeit im Internet nach weiteren Beiträgen schauen ;)

Fazit
"Ich wollte nur, dass du noch weißt.." ist ein wunderschönes und inspirierendes Buch, das voll von Poesie und Leben ist.
Es ist ein Buch, dass man jederzeit aufschlagen kann, um sich mit einem Brief den Tag zu versüßen.
Und ich werde auch in Zukunft immer mal wieder durch die Seiten blättern und mich über die schöne Gestaltung und gefühlvollen Worte zu freuen.





Eure Samira 🌟

Ich danke dem Loewe Verlag für das Rezensionsexemplar.


Freitag, 31. März 2017

Überleben ist ein guter Anfang

Überleben ist ein guter Anfang

Titel: Überleben ist ein guter Anfang
Autor: Andrea Ulmer
Seiten: 304 Seiten
Erscheinungsdatum: 10.02.2017


Inhalt
Anja Möller erkrankt schwer an Brustkrebs. Ihrem fürsorglichen Mann zuliebe, besucht sie eine Selbsthilfegruppe. Nach anfänglicher Skepsis wird sie positiv überrascht von der kunterbunten Frauengruppe. Als Sieglinde, ältestes Mitglied und der stetige,optimistische Fels in der Brandung, verstirbt, beschließen die verbliebenen Fünf anstelle von Sieglinde auf eine große Weltreise zu gehen. Zusammen erleben sie viele Abenteuer und stellen sich gemeinsam den Herausforderungen, die sich ihnen stellen...

Meinung
Im Mittelpunkt stehen fünf Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Jede Einzelne von Ihnen besitzt einen außergewöhnlichen und einzigartigen Charakter.
Sie geben zusammen eine tolle, verrückte Gruppe ab und ihre schrulligen Eigenarten haben sie so liebenswert für mich gemacht.
Der gemeinsame Nenner, der sie alle erst vereint hat, ist ihre Diagnose: Krebs.
"Überleben ist ein guter Anfang" ist nicht das erste Buch, dass sich mit der Krankheit und Krebspatienten beschäftigt.
Und trotzdem war ich sehr gespannt, was mich dahinter erwartet.
Die Idee der gemeinsamen Weltreise hat mich besonders angesprochen und ich hatte auf ein lebendiges Abenteuer voller Hochs und Tiefs gehofft.
Leider traf dies nur teilweise zu.
Während des Lesens sind bei mir keine wirklichen Gefühle aufgekommen und ich fühlte mich eher distanziert von dem Geschehen und den Charakteren.
Natürlich wurde es mit diesem durchgemischte Haufen von Power-Frauen nicht langweilig aber auch gerade deshalb hat es mich so verwundert, dass ich keine wirkliche Beziehung zu ihnen aufbauen konnte.
Vielleicht lag es am Schreibstil, der mehr einem Bericht ähnelte.
Denn das war es, was mich am meisten gestört hat.
Innerhalb weniger Wochen machen die Fünf eine Weltreise. Kein unmögliches Vorhaben - schließlich basiert dies auf wahren Ereignissen - aber dadurch wirkte alles so klar strukturiert, wie eine To-Do-Liste, bei der man eins nach dem anderen abhakt.
Im Gegenzug habe ich sehr viele Orte, Kulturen und Menschen kennenlernen dürfen.
Es war bunt und abenteuerlich, abwechslungsreich und erstaunlich schön.
Aber auf der anderen Seite hat mir auch einfach etwas gefehlt.
Zwischendurch wurde einfach aufgezählt, was die Charaktere in dem jeweiligen Land erlebt haben.
Und ich finde, dass die Autorin etwas ausschweifender hätte sein können. Mit Freuden würde ich auch kleinere Details über die Reise lesen, die dem ganzen erst das Lebhafte geben können.
Und ich hätte mich auch gefreut, wenn Andrea Ulmer genauer auf unsere fünf Frauen eingegangen wäre.
Ich habe nur einen kleinen Einblick in ihre Gefühle bekommen und habe eindeutig mehr in dieser Hinsicht erwartet.
Nachdem ich das Buch beendet hatte, kam es mir so vor, als hätte die entscheidende Erkenntnis oder Pointe gefehlt, da es so offen aufgehört hat und ich normalerweise einen guten Abschluss für die gelesene Geschichte brauche.

Fazit
Das Buch war schnell durchgelesen und mir hat es ehrlich Spaß gemacht, den Dialogen der Protagonistinnen zu folgen und sie auf ihrer Reise zu begleiten.
Total unterschiedliche Aspekte der Weltkulturen waren zu sehen und sie haben so viele Dinge erlebt, wodurch ich gar keine andere Wahl hatte, als weiterzulesen ;)
Insgesamt wurden meine Erwartungen nicht so erfüllt, wie ich es mir gewünscht hätte.
Dafür war mir die Geschichte etwas zu oberflächlich und hat mir das Gefühl vermittelt, dass die Handlung Punkt für Punkt abgehakt wurde.
"Überleben ist ein guter Anfang" war eine schöne Lektüre für zwischendurch, die mich gut unterhalten hat, mich jedoch nicht vollkommen überzeugen konnte.


Eure Samira 🌟

Ich danke dem Ullstein Bucherverlagen für das Rezensionsexemplar.