Samstag, 23. September 2017

Rezension: Anything for Love

Anything for love

Titel: Anything for love
Autor: Sarah Dessen
Verlag: dtv Verlag
Seiten: 464 Seiten
Erscheinungsdatum: 05.05.2017





Inhalt
Sydney war immer ein Schatten ihres Bruders Peyton. Doch als dieser eines Tages betrunken einen Jungen anfährt und daraufhin im Knast landet, wird ihre ganze Welt auf den Kopf gestellt. Das zurückhaltende Mädchen muss sich jetzt auf einer neuen Schule alleine zu Recht finden und hat gleichzeitig damit zu kämpfen, dass ihre Mutter den Unfall verleumdet, an der Vergangenheit festhält. Doch dann lernt sie Layla und ihren Bruder Mac kennen, die sie in eine völlig neue Welt führen..

Meinung
Bisher habe ich jedes einzelne Sarah Dessen Buch verschlungen. Sie unzählige Male gelesen.
Mehrere Male auf Deutsch. Einige Male auf Englisch.
Bin in die Geschichten eigetaucht und habe mit den Charakteren mitgefühlt.
Ich bin ein riesiger Sarah Dessen Fan und ihr könnt euch jetzt sicher vorstellen, wie sehr ich mich über neuen Lesestoff von ihr gefreut habe!
"Saint Anything" gibt es jetzt als "Anything for Love" auch im Deutschen.

Sehr schade fand ich, dass das englische Cover nicht übernommen wurde, das perfekt gepasst hätte.
Stattdessen hat der Verlag leider diese schrecklichen Farben auf dem Cover gewählt.
Das Cover ist wirklich enttäuschend aber wie heißt es so schön?
"Don't judge a book by it's cover".
Und wo würde das mehr passen, als bei einem Sarah Dessen Roman?

Der letzte Roman von (The Moon and More) war zwar eine schöne Lektüre, ist aber ein bisschen aus der Reihe gefallen. Umso gespannter war ich auf "Anything for love".
Und nach den ersten Seiten war mir schon klar: Sarah Dessen is back!
Eine typische Dessen Geschichte voller Gefühle, Liebe, Familie. Voller Authentizität und Wärme.
Das Schöne an ihren Büchern ist, dass mit in jedem Einzelnen die Orte aus Vorherigen wieder erkennt.
Man besucht alte Plätze und sieht sie durch neue Personen aus anderen Augen.
Es fühlt sich an, wie nach Hause kommen.


"Das ist halt so eine Sache. Man glaubt immer, wahrgenommen werden zu wollen. Bis es dann passiert."

Mit der Zeit lernt man immer mehr über Sydneys Vergangenheit, über ihren Bruder und die schwierige Bindung innerhalb der Familie. Ich hatte regelrecht Mitleid mit ihr, habe sie für ihre Geduld, ihre Ruhe und Bescheidenheit bewundert. Dafür, dass sie sich mit einer solchen Selbstverständlichkeit zurückhält, aus Rücksicht auf Andere.
Und gleichzeitig hätte ich sie dafür am liebsten geschüttelt. Dafür, dass sie sich nie für sich selbst und ihre Wünsche eingesetzt hat, dass sie ihrer Familie gegenüber nie laut wurde oder den Mund aufgemacht hat. Dass sie ihre Gedanken für sich behalten und erst zu spät bemerkt hat, wie wertvoll sie ist. Dass sie auch zählt.
Als sie Layla und Mac kennenlernt, verändert sich viel für sie.
Plötzlich befindet sie sich in einem komplett verrückten Freundeskreis, der so im Gegensatz zu ihrem Leben steht.

Sydney lässt sich von Laylas lebensfrohen Ader mitreißen und erlebt ganz neue Dinge.
Und das fand ich auch wirklich schön an der Geschichte. Die Freundschaft steht im Mittelpunkt.
Erst gegen Mitte des Buches spielt langsam auch die Liebe eine Rolle, doch ich finde es mal zur Abwechslung schön, dass es nicht gleich so schnell zugeht. Dass Freundschaft hier wichtiger zu sein scheint bzw. eine Menge zählt.
All die Freunde und die Familie von Layla und Mac habe mich durch ihre Diversität auch immer wieder zum Lachen gebracht und für die nötige Balance zwischen Tiefe und Leichtigkeit gesorgt.
Die Szenen mit Sydneys Mutter erschienen dagegen sehr trist und frustrierend. Dadurch bekam man Einblicke in die verschiedenen Lebensabschnitte von Sydney und man konnte sich nur noch besser in sie hineinversetzen. Man konnte sich vorstellen, wie sie sich fühlt, nachdem sie gesehen hat, dass sie auch ein aktiver Teil im Leben ihrer Mitmenschen sein kann.
Zwischendurch schienen die Situationen im Buch so alltäglich und normal. Sie zeigen, wie wichtig und bedeutsam die kleinen Momente im Leben sind.
Und auf der anderen Seite gibt es die Höhepunkte der Geschichte, voller Drama.
Typisch Sarah Dessen eben. ♥ 


Fazit
Ich könnte hier noch ewig weiter schwärmen.
Sarah Dessen hat mir mal wieder eine absolut wundervolle Geschichte, genau nach meinem Geschmack geschenkt, die mir gezeigt hat, was ich an der Autorin und ihren Büchern so liebe.
Kaum eine Autorin schafft es in solch einem Schreibstil über das Leben zu schreiben.
Familie, Freundschaft, Liebe. Das darf in keinem ihrer Romane fehlen.
Und man weiß einfach, dass es ein perfektes Dessen Buch ist, wenn man es mit einem lachenden und einem weinenden Auge zuschlägt und das Gefühl, nach dem Beenden einer ihrer Geschichten, noch immer nachklingt.



Eure Samira 🌟





Sonntag, 10. September 2017

August

Monatsthema:



"Distrikt 8 stellt Textilien und Kleidung der Tribute her. Im Monat August geht es also um Mode, Fashion und Kleidung." 


Rezensionen:


Juli

Monatsthema:




"Distrikt 7 steht für Holz und Papier. Somit lesen wir im Juli Bücher, in denen Bücher eine wichtige Rolle spielen." 


Rezensionen:

Leider habe ich es diesen Monat aus Zeitgründen nicht geschafft, meine Rezensionen zu den gelesenen Büchern zu schreiben.

Rezension: Mein Leben nebenan

Mein Leben nebenan

Titel: Mein Leben nebenan
Autor: Huntley Fitzgerald
Verlag: CBJ Verlag
Seiten: 512 Seiten
Erscheinungsdatum: 29.02.2016



Inhalt
Nach einem schweren Unfall in der Familie, liegt jetzt eine große Verantwortung auf der Zweitältesten: Alice Garret. Sie kümmert sich um ihre Geschwister, bringt sie zu ihren Terminen, schmeißt den Haushalt und unterstützt ihre Mutter, wo sie nur kann.
Als hätte Alice nicht schon genug Stress, zieht auch noch Tim, ein Freund ihres Bruders, in seiner Not in die Garage der Familie ein. Noch ahnt keiner, welche Probleme das mit sich zieht. Und in dem ganzen Chaos versucht Alice weiterhin verzweifelt, seinem Charme zu entgehen...

Meinung
Nachdem ich mehrmals den Vorgänger "Mein Sommer nebenan" gelesen habe, war ich nun endlich bereit für die Fortsetzung, die ich schon voller Vorfreude erwartet habe.
Dank Huntley Fitzpatricks leichtem, flüssigen und unverwechselbaren Schreibstil, tauchte ich wieder sofort in die Geschichte ein.
Im ersten Teil habe ich bereits einen kurzen ersten Eindruck auf Alice erhaschen können, der in diesem Band vertieft wurde. Sie hat einen total faszinierenden, starken Charakter, der zugleich einfühlsam und ehrlich ist. Die Kapitel aus ihrer Sicht habe ich besonders gerne gelesen.
Und dann ist da Tim.
Der völlig verpeilte, orientierungslose Junge ohne Plan, der sich nur so treiben lässt und oft fehlgeleitete Entscheidungen trifft.
In der Geschichte wächst er über sich hinaus, lernt mehr über sich selbst.
Seine Lebenseinstellung hat mich zwischendurch fuchsteufelswild gemacht.
Am liebsten hätte ich ihn geschüttelt, ihm gesagt, er solle sich endlich zusammenreißen, standhaft bleiben.
Aber als eine große Überraschung seine ganze Aufmerksamkeit erfordert, er sich Herausforderungen stellen muss, da hat man hinter seine Fassade blicken können.
Tim ist so jungenhaft und gleichzeitig erwachsen. Ich habe ihn sehr liebgewonnen und durch seine Loyalität, seine Aufopferung und Hilfsbereitschaft, hat er mich einfach nur umgehauen.
Zwischendurch hat sich die Geschichte etwas gezogen, schien etwas zu treiben, was auch ein Kritikpunkt von mir ist. Aber das hat Tim mit seinem Charakter fast wieder wett machen können.
Außerdem habe ich mich natürlich riesig darüber gefreut, den anderen Charakteren wieder zu begegnen, besonders den kleinen Geschwistern von Alice.
Die Kinder sind einfach urkomisch und zu süß!
Toll fand ich auch, dass man immer mal wieder aus der Sicht von Alice und dann abwechselnd dazu von Tim lesen konnte.

Fazit
Ich war ganz verblüfft von der Handlung und hätte niemals mit solch einem Verlauf gerechnet.
Die Charaktere und der Schreibstil haben mich wie im Vorgänger schon überzeugen können und ich bin auch in den zweiten Teil total verliebt.
In Huntley Fitzpatricks Büchern stecken so viel Herzlichkeit und Natürlichkeit.
Für einen kurzen Moment, wird man ein Teil der Garret Familie, die man nur ins Herz schließen kann.
Aber lest die "Stony Bay" Bücher einfach selbst.. ;)





Eure Samira 🌟




Sonntag, 27. August 2017

Rezension: Mein Sommer nebenan

Mein Sommer nebenan

Titel: Mein Sommer nebenan
Autor: Huntley Fitzgerald
Verlag: CBJ Verlag
Seiten: 512 Seiten
Erscheinungsdatum: 14.06.2012




Inhalt
Die 17 jährige Samantha Reed hat eigentlich alles, was sie sich nur wünschen kann. Ihr Leben läuft ruhig und geplant, ohne große Überraschungen. Seit die 10 köpfige Garret Familie jedoch vor Jahren nebenan eingezogen ist, besitzt Samantha eine heimliche Leidenschaft: Sie liebt es, dem chaotischen, bunten und lauten Familienalltag zu beobachten.
Als Jase Garret plötzlich aber auf ihrem Dach auftaucht, nehmen die Dinge seinen Lauf und das Leben der beiden Familien wird gehörig auf den Kopf gestellt...

Meinung

Anfangs bin ich von einem einfachen Sommerbuch ausgegangen, dass eine ganz nette Strandlektüre abgibt.
Und ich wurde deshalb total überrascht.
Das Buch war so facettenreich, unterhaltsam, voller Gefühl und Abwechslung.
Ich weiß gar nicht, wie oft ich dieses Buch jetzt schon gelesen habe.. Aber ich greife immer wieder danach, einfach weil das Lesen so Spaß macht!
Es bleib einem gar nichts anderes übrig, als sich in die Garretts zu verlieben.
Man fühlt sich aufgehoben in dieser großen, kunterbunten und liebenswerten Familie.
Die Kleinsten sind zuckersüß und haben mich das ganze Buch über zum Lachen gebracht.
Und auch von Jase Garret kann man nur schwärmen. Ich weiß, dass wir Mädels alle ein Faible für die Bad Boys in den Bücher haben aber umso schöner ist es, dass Huntley Fitzpatrick sich dem widersetzt hat.
Jase ist verantwortungsbewusst, tierlieb, freundlich, zuvorkommen, höflich. Er akzeptiert seine Mitmenschen, so wie sie sind. Er unterstützt seine Familie in allen Punkten. Er ist humorvoll und kämpft für das, was ihm wichtig ist.
Die Welt braucht definitiv mehr Jase Garretts.
Samantha scheint dagegen aus einem ganz anderen Universum zu kommen, aus einer Familie der es von außen an nichts fehlt und innerlich trotzdem ganz kaputt zu sein scheint.
Samantha lernt durch das Auftreffen dieser zwei Welten eine Menge über sich, wodurch sie sich zu ändern beginnt. Jedes Mal, wenn sie endlich mal zu sich steht oder einen Schritt aus ihrer Komfortzote wagt, habe ich sie innerlich bejubelt und mich mit ihr gefreut.
Die Geschichte wurde nie langweilig und ich kann nicht genug davon bekommen.
Zum Glück wartet die Fortsetzung auf mich ;)

Fazit
In "Mein Sommer nebenan" steckt so viel Wärme, Geborgenheit, Witz und Charme.
So viel LIEBE.
Es ist eine Geschichte, die gleichzeitig alltäglich und außergewöhnlich ist und mehr zu bieten hat, als ich anfangs gedacht habe.
Im Sommer macht es besonders Spaß, das Buch zu lesen und ich kann es euch für euren nächsten Strandurlaub nur ans Herz legen.




Eure Samira 🌟



Montag, 31. Juli 2017

Juni

Monatsthema:




"Distrikt 8 stellt Textilien und Kleidung der Tribute her. Im Monat August geht es also um Mode, Fashion und Kleidung."  

Rezensionen:

Leider habe ich es diesen Monat aus Zeitgründen nicht geschafft, meine Rezensionen zu den gelesenen Büchern zu schreiben.

Rezension: Der Islam, das Islam, was Islam?

Der Islam, das Islam, was Islam?

Titel: Der Islam, das Islam, was Islam?
Autor: Kerim Pamuk
Verlag: Gütersloher Verlag
Seiten: 240 Seiten
Erscheinungsdatum: 03.04.2017




Inhalt
Warum werden Männer schwul, wenn Frauen Auto fahren? Ist Dschihad die islamische Form der Butterfahrt und sind Schiiten Globuli? Kerim Pamuk führt auf bisher nicht gekannte Weise ein in die Welt des Islam: mit scharfem Witz und hintergründigem Humor. Von A wie Allah bis Z wie Zahnschmerz erklärt er uns das Leben und Denken der Muslime. Ein Buch, so ernsthaft, dass kein Auge trocken bleibt, und man am Ende verblüfft erkennt: Der Islam ist viel bunter und witziger als gedacht.


Meinung
Der Islam - eine Religion, die besonders in der jetzigen Gesellschaft kontroversen Anklang findet.
Es gibt Unmengen von Sachbüchern über diese monotheistische Religion, doch Kerim Pamuk bringt sie uns auf eine Weise nahe, die sehr ungewöhnlich ist.
Das Buch ist wie ein Lexikon aufgebaut und führt den Leser von A bis Z durch die unterschiedlichsten Punkte.
Diese Aufgliederung sorgt auch für eine Menge Abwechslung. Nach einem eher tieferen Thema mit etwas komplizierteren Definition, tauchen auch Abschnitte über Döner und Falafel auf. 
Kerim Pamuk schafft es so mit einer guten Portion aus Witz und Fakten, den Leser immer bei Laune zu halten.
Dadurch, dass das Buch so viele verschiedene Abschnitte und Begriffe sammelt, erhält man einen breitgefächerten Einblick in die Religion. Im Gegenzug ist es natürlich nicht möglich, auf alle Punkte näher einzugehen und sie tiefergehend zu betrachten. 
Zwischendurch musste ich wirklich schmunzeln und lauthals über die Kommentare des Autors lachen, die dem ganzen Thema eine gewisse Kritik und Hinterfragung beigesteuert haben. 
Hier lässt sich jetzt jedoch darüber streiten, inwiefern manche Kommentare angebracht waren. 
Das Buch ist gefüllt mit Ironie, nichts und niemand kann dieser entkommen und mir persönlich war es an manchen Stellen einfach zu viel des Guten und ich habe es daher eher stückchenweise gelesen, um mich wieder voll und ganz auf den ironischen Stil einlassen zu können.
Ansonsten gehörten diese teils bissigen Anmerkungen für mich einfach dazu und gaben dem etwas anderen Sachbuch das gewisse Etwas, das ein humorvolles Lesen ermöglichte.
Der Schreibstil ist sehr locker, jugendlich und modern und kann auch jüngeren Lesern, die sich gerne mit dem Thema befassen würden, auf eine etwas vereinfachte Art Informationen nahe legen. Für den Einstieg in das Wissen über den Islam oder einen ersten Einblick über nähere Details ist dieses Buch perfekt. 
Kerim Pamuk schafft außerdem einen fließenden Übergang zwischen amüsanteren und ernsteren Themen und lässt den Leser nachdenklich werden. Während er gleichzeitig seine Meinung zum Besten gibt, die deutlich lesbar ist, gibt er einem die Möglichkeit, sich eigenen Gedanken zu den Themen zu machen und selber eine Meinung zu bilden.

Fazit
Insgesamt ist "Der Islam, das Islam, was Islam?" trotz des Humors und der Ironie - oder vielleicht gerade deshalb - sehr informativ und bringt dem Leser die Religion näher. 
Durch den Schreibstil spricht er vor allem Jüngere an und bringt auch diese dazu, sich mit Interesse dem Thema zu widmen, das er unterhaltsam verpackt. 
Brisantere Themen und häufig medial diskutierte, werden besonders angesprochen und dargestellt, um weit verbreitete Missverständnisse zu klären, beziehungsweise um aufzuklären.
Ich kann das Buch wirklich empfehlen und hatte es auch in kurzer Zeit durchgelesen. Ist man jedoch schon näher mit der Religion vertraut oder wünscht sich etwas tiefergehendes, dient das Buch statt zur Information eher nur zu Unterhaltung, durch die abwechslungsreichen Darstellung von Kerim Pamuk. 






Ich danke dem Gütersloher Verlagshaus für das Rezensionsexemplar.

Eure Samira 🌟