Dienstag, 20. Februar 2018

Rezension: Die Leute von Nr. 37

Die Leute von Nr. 37

Titel: Die Leute von Nr. 37
Autor: Fran Cooper
Seiten: 352 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Erscheinungsdatum: 09.10.2017



Inhalt
In einer Nebenstraße in Paris, abseits von den Touristenmassen und Sehenswürdigkeiten, leben die Bewohner hinter der türkisfarbenen Tür der Nr. 37.
Jeder geht seinen eigenen Weg und birgt seine Geheimnisse.
Die Vermietung der leerstehenden Wohnung bringt jedoch ihre Veränderungen mit sich und die Leben der "Leute von Nr. 37" treffen unmittelbar aufeinander...

Meinung
Da der Klappentext nicht viel über den Inhalt verrät, war ich gespannt, was mich hinter der Tür von Nr. 37 erwartet. Allein durch das Cover und die Tatsache, dass die Geschichte in Paris spielt, hat mich zu diesem Buch greifen lassen.
Die ersten Kapitel klangen sehr gut doch ein kurzer Abschnitt danach hat sich etwas gezogen und ich war mir nicht sicher, in welche Richtung sich die Handlung entwickeln würde. 
Der weitere Verlauf schien zu treiben und war noch nicht ganz zu erfassen.
Doch je mehr ich gelesen habe, desto mehr erfuhr ich über die einzelnen Personen.
Die Bewohner des Hauses wurden beschrieben und ihr Leben in kurzen Worten erfasst. 
Und das ist es, was das Buch zu etwas besonderem macht.
Die Einzigartigkeit und Vielfalt der Charaktere, die gleichzeitig auch einen großen Teil von Paris widerspiegeln.
Ich nahm Anteil am Alltag der einzelnen Bewohner, deren Leben durch das Haus Nr. 37 verbunden war. 
Von außen kann man nur erahnen, was sich bei den jeweiligen Personen abspielt.
Doch als Leser wirft man auch einen Blick hinter die Fassade und kann das wirkliche Leben in den eigenen vier Wänden beobachten.
Man erkennt, dass der Schein oftmals trügt. Dass wir alle so unterschiedlich sind und trotzdem Verbundenheit empfinden. Vor allem in Ausnahmesituationen, welche Stärke und ein Miteinander erfordern.
Denn darum geht es im Buch.
Um Menschen. 
Um ihre Eigenartigkeit, ihre Ängste, Hoffnungen und Verzweiflung. Um die Fehler, die wir machen und die Folgen, die sie mit sich bringen. 
In der Stadt des Lichtes und der Dunkelheit finden die unterschiedlichsten Menschen zueinander und offenbaren ihr Innerstes.
Sie finden Trost und Zuneigung. Und sie finden Hass und Brutalität.
Jeder geht auf seine eigene Art mit den gegeben Umständen um.
Und das so mitzubekommen und aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, erscheint mir unglaublich wertvoll in der heutigen Zeit. 

Fazit
"Die Leute von Nr. 37" ist ein Buch, dass seine wahre Bedeutung erst mit der Zeit preis gibt.
Der Inhalt könnte aktueller nicht sein und greift viele verschiedene Gedanken und Emotionen auf, die uns alle durch die erst kürzlich vergangenen Geschehnisse begegnen.
Ein Buch, das mit viel Verständnis die verschiedensten Sichtweisen wiedergibt ohne vorschnell zu urteilen.
Es lohnt sich auf jeden Fall, dieser Geschichte seine Aufmerksamkeit zu schenken! ♥ 



Ich danke dem Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar.

Eure Samira 🌟




Freitag, 9. Februar 2018

Rezension: Origin

Origin

Titel: Origin
Autor: Dan Brown 
Seiten: 672 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe Verlag
Erscheinungsdatum: 03.10.2017



Inhalt
Der Milliardär und Zukunftsforscher Edmund Kirsch lädt die bedeutendsten Wissenschaftler und Gelehrten der Welt in das Guggenheim Museum in Bilbao ein. Und auch Robert Langdon ist als langjähriger Freund und Professor mit von der Partie. Neugierig blickt die ganze Welt auf das Spektakel, dass die gesamte Zukunft in Frage stellt. Doch bis diese weltverändernde Entdeckung ans Licht treten kann, tritt Langdon einen Kampf gegen die Zeit an....

Meinung
Dan Brown und seine Bücher.
Ich habe sie schon immer verschlungen und sie haben auch eine besondere Bedeutung für mich. Als ich Dan Brown dann auf der Frankfurter Buchmesse live gesehen habe, war ich unglaublich gespannt auf sein neues Buch um Robert Langdon!
Und nach ein paar Wochen hielt ich es endlich in meinen Händen und konnte es kaum erwarten, wieder in die trügerische Welt voller Codes und Symbole einzutauchen.
Ehrlich gesagt war ich anfangs trotzdem etwas skeptisch.
Würde das Buch wirklich meinen Erwartungen entsprechen?
Schafft es auch "Origin" wieder, mich zu überraschen?
Und die Antwort darauf ist absolut klar für mich: Ja!
Die Geschichte hat mich unglaublich gefesselt, ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen.
Wie man es bereits aus den vorherigen Büchern kennt, führt die Reise mit Robert Langdon von einem Schauplatz zum nächsten. Im Mittelpunkt steht vor allem das Guggenheim Museum, das mit seinen ungewöhnlichen Kunstwerken der Moderne überaus faszinierend ist. Genauso die anderen Plätze und teils mir bekannten Bauwerke in Barcelona, denen ich gerne (auch wieder) einen Besuch abstatten würde.
Man merkt, wie intelligent Dan Brown ist und wieviel Arbeit er in sein Buch gesteckt hat. Er glänzt mit fundierten Recherchen und großem Wissen, von denen ich gar nicht genug bekommen konnte. Man hat das Gefühl einiges dazuzulernen und total interessante Informationen, insbesondere über Kunst und Bauwerke kennenzulernen.
Immer wieder hatte ich regelrechte "mindblows" und wurde überrascht von der Handlung. Ich hatte richtig Herzklopfen und konnte das Buch bis spät in die Nacht nicht weg legen.
Gekonnt verwebt Dan Brown Fakten mit Fiktion und es ist, wie bei jedem seiner Bücher, schwierig, die Grenzen zu erkennen. Doch genau das machen die Bücher aus.
Statt aber in die Vergangenheit zu blicken, triumphiert der technische Fortschritt in der Neuerscheinung.
Sie reflektiert unsere Gegenwart und gibt genügend Stoff, um uns mit unserer Zukunft auseinanderzusetzten.
Mittlerweile habe ich auch Robert Langdon und seinen unverkennbar trockenen Humor ins Herz geschlossen.

Fazit
Meiner Meinung nach kann "Origin" locker mit seinen Vorgängern mithalten und steht ihnen in nichts nach. Die Geschichte hat mich gepackt, vieles in Frage gestellt und mich zum Nachdenken gebracht.
Sie stellt hochphilosophische Fragen, passend zu unserer heutigen Zeit.
Und ich hoffe wirklich stark, dass Dan Brown sich doch noch dazu entscheidet, einen weiteren Band um den Professor zu veröffentlichen!





Eure Samira 🌟

Samstag, 30. Dezember 2017

Rezension: Das Glück an Regentagen


Das Glück an Regentagen

Titel: Das Glück an Regentagen                             
Autor: Marissa Stapley
Seiten: 304 Seiten 
Erscheinungsdatum: 27.10.2017




Inhalt
Mae's Welt scheint zu zerbrechen. Es stellt sich heraus, dass ihr Verlobter ein Betrüger ist, der ihr nur eine große Lüge vorgespielt hat. Mae zieht es daraufhin zurück zu ihren Großeltern in ihre Heimatstadt Alexandria Bay, in der sie nicht nur ihre erste Liebe Gabe, sondern auch ihre Eltern verloren hat. Doch dort enthüllt ihre demente Großmutter Geheimnisse, die alles in einem ganz neuen Licht erscheinen lassen...

Meinung
Ich habe sehr lange gebraucht, bis ich mich an diese Rezension setzen konnte.
Normalerweise lese ich ein Buch innerhalb kurzer Zeit, doch ich hatte anfangs meine Schwierigkeiten beim Lesen.
Mehrmals habe ich "Das Glück an Regentagen" begonnen, doch ich habe einfach nicht reingefunden und die ersten Kapitel waren für mich sehr mühevoll.
Die Autorin wirft einen direkt in das Geschehen und ich musste mir erstmal die Situation von der Protagonistin Mae zusammenreimen.
Mit der Zeit konnte ich mir langsam ein Bild der Handlung machen und es wurde immer interessanter.
Besonders gut haben mir die Kapitelanfänge gefallen:
Jedes Kapitel fängt mit einer Idee an, was man an einem verregneten Tag machen könnte.
Es waren für mich kleine Highlights, die auch wundervoll zu dem schönen Cover und Titel passen.

Leider hat mich der Schreibstil der Autorin nicht wirklich angesprochen, wobei man betonen muss, dass dies wirklich nur eine Geschmacksfrage ist.
Dadurch habe ich jedoch nie einen richtigen Bezug zu den Charakteren gefunden und war eher distanzierter Zuschauer einer Geschichte, auf die ich mich nicht vollständig einlassen konnte.
Unter anderem hat mich gestört, dass gefühlt jeder zweite Satz in einer anderen Zeit formuliert wurde, als könnte sich Marissa Stapley nicht ganz entscheiden, ob sie in Gegenwarts- oder Vergangenheitsform schreiben soll.
Es hat mich die meiste Zeit einfach nicht packen können und mir hat etwas die Spannung gefehlt.
Trotzdem habe ich - auch gerne - weitergelesen, weil ich doch wissen wollte, wie die jeweiligen Personen mit ihrer Lebenssituation und den Herausforderungen umgehen, die sich ihnen stellte.

Ich habe Respekt davor, wie die Autorin sich auch mit sehr ernsten und schwierigen Themen befasst, die in unserer Gesellschaft leider nicht selten auftreten. Einfühlsam und überzeugend beschreibt sie bis zum Schluss, wie wir lieber die Augen vor der Wahrheit verschließen und uns wegdrehen, anstatt uns der Realität zu stellen. Nachdenklich werden die Konsequenzen reflektiert, die eine solche Haltung auslöst.


Fazit
"Das Glück an Regentagen" erzählt von einer Familie, von Verrat und von Vergebung.
Es zeigt, dass uns die Vergangenheit auffressen kann, wenn wir zu sehr in ihr leben.
Es zeigt, dass wir nach vorne schauen müssen.
Dass man Opfer bringen muss, um geliebte Menschen nicht zu verletzen.
Es ist eine sanfte Geschichte, die sich auch an komplexe Themen heranwagt.
Eine passende Lektüre für verregnete Tage :)



Ich danke dem Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar. 

Eure Samira 🌟

Freitag, 1. Dezember 2017

Rezension: Dash & Lily - neuer Winter, neues Glück

Dash & Lily - Neuer Winter, neues Glück

Titel: Dash & Lily - neuer Winter, neues Glück
Autor: Rachel Cohn, David Levithan
Verlag: CBT Verlag

Seiten: 320 Seiten
Erscheinungsdatum: 09.10.2017


Inhalt
Fast ein Jahr ist es jetzt her, dass Dash und Lily ihr eigenes Weihnachtswunder erlebt haben. Doch in diesem Jahr ist eine Menge passiert, womit Beide zu kämpfen hatten. Besonders der Herzinfarkt von Lily's Grandpa macht ihr zu schaffen. Lily scheint nicht mehr die Selbe zu sein und es liegen unausgesprochene Worte zwischen dem Paar. Schaffen sie es, erneut ihr kleines Weihnachtswunder zu erleben? 

Meinung
Jahrelang schon ist "Dash & Lilys Weihnachtswunder" eines meiner liebsten Weihnachtsbücher, dass ich regelmäßig in der Weihnachtszeit gelesen habe.
Und jetzt ist der zweite Teil erschienen.
Ihr könnt euch vorstellen, wie sehr ich mich über diese Neuigkeit gefreut habe.
Ich war sofort wieder zurück im vorweihnachtlichen Manhattan. Auch wenn es schien, als sei die Welt verkehrt.
Denn Lily, die weihnachtsverrückte Lily, hat den Glauben an Weihnachten verloren.
Und der leibhaftige Grinch Dash versucht ihr das zurück zu bringen.
Die Charaktere sind genauso schräg, liebenswürdig und einzigartig, wie im ersten Teil.
Dash, und auch Lily, sind noch immer so verrückt nach Worten....Und nacheinander. Auch wenn es zwischendurch etwas kriselt zwischen den Beiden.
Die ersten Kapitel haben mich ehrlich gesagt sogar etwas frustriert. Eine negative Stimmung hat sich durch die Kapitel gezogen, die sich dann während des Lesens auch auf mich übertragen hat.
Lily hatte mit vielen Rückschlägen zu kämpfen, doch ich hatte teilweise das Gefühl, dass sie sich ihre Probleme auch selber gemacht hat.
Immer wieder ist es zu Missverständnissen zwischen Dash und Lily gekommen und ich hätte sie am liebsten zusammen in einen Raum gesperrt, damit sie mal richtig miteinander reden.
Und trotz allem habe ich die Geschichte geliebt.
Sie ist unverwechselbar - so wie Dash und Lily es eben sind.
Ihre Herzensmenschen haben Orte und Momente in Erlebnisse verwandelt und das Buch zu etwas Besonderem gemacht.
Skurril und ironisch. Romantisch und wortreich. Weihnachtlich antiweihnachtlich.
Genau das ist es, was Dash und Lily ausmacht. 

Fazit
Wie kommt man besser in Weihnachtsstimmung als mit einer "Dash & Lily" Geschichte?
Altes wurde mit Neuem vermischt.
Der Zauber von Weihnachten liegt zwischen den Zeilen.
Und man fühlt sich wunderbar unterhalten.
Fans des ersten Teils sollten sich diese Fortsetzung nicht entgehen lassen!




Ich danke dem CBT Verlag für das Rezensionsexemplar.

Eure Samira 🌟


Mittwoch, 25. Oktober 2017

Rezension: Mania - Prinzessin der Hölle

Mania - Prinzessin der Hölle

Titel: Mania - Prinzessin der Hölle
Autor: Miriam Skovo
Seiten: 155 Seiten
Erscheinungsdatum: 22.09.2017





Inhalt
Mania ist eine Halbdämonin, die in der Hölle lebt und dort genüsslich Intrigen spinnt. Aufgrund eines teuflischen Plans soll sie jetzt jedoch auf die Erde geschickt werden, um eine menschliche Schule besuchen.Und als würde das nicht reichen, spielt ein Schutzengel ihren Aufpasser. Doch auch so ein attraktiver Engel wird sie nicht aufhalten können. Schließlich ist sie Mania...vor ihr laufen sogar die Höllenhunde winselnd davon! 

Meinung
Ich hatte das Glück, die liebe Miriam Skovo durch die Blogger Gemeinschaft im Internet kennenzulernen und durfte ihr Buch vorab schon lesen und auf die Veröffentlichung mit hin fiebern.

Das Cover sieht einfach toll aus und ist sehr gut auf das Buch abgestimmt.
"Mania" ist eine sehr ungewöhnliche Geschichte, deren Handlungsstrang sich bis zum Ende durchzieht. Ein Buch dieser Art habe ich bis jetzt noch nie gelesen - jedenfalls keins, dass mir in Erinnerung geblieben ist.
Was es so besonders macht? 
Man liest alles aus der Sicht des Bösewichts. 
Man verfolgt die dunklen und bösartigen Gedanken von Mania, deren schwarzer Humor mich mehrmals zum lachen gebracht hat. 
Und auch der Verlauf der Geschichte war total unvorhersehbar, weil es so überraschende Twists gab und alle Ideen unbenutzt waren. Teilweise richtig aus dem Himmel gegriffen und unvorstellbar aber auch noch nie dagewesen.
Das Buch ist relativ kurz und schnell durchgelesen. Dadurch ist es perfekt für zwischendurch, wenn man Lust auf eine so ungewöhnliche Fantasy-Geschichte hat.
Ich denke, für mich hätte es jetzt auch nicht dicker sein dürfen, weil ich leider bemerkt habe, dass es nicht ganz mein Lesestil ist - doch wahre Fantasyfans, die auch auf skurrile Handlungen stehen, werden es sicher verschlingen. Daher war es für mich die perfekte Leselänge und die Spannung konnte aufrecht erhalten werden.

Fazit
"Mania" ist ein eine außergewöhnliche Geschichte und sehr speziell. Aber auf gute Weise!
Wer Lust hat, mal etwas anderes zu lesen, sollte zu diesem Buch greifen.
Es ist spannend, ironisch und voller Überraschungen...
Aber lest selbst! ;)



Eure Samira 🌟

Rezension: Ich treffe dich zwischen den Zeilen

Ich treffe dich zwischen den Zeilen

Titel: Ich treffe dich zwischen den Zeilen
Autor: Stephanie Butland
Verlag: Droemer-Knaur Verlag

Seiten: 320 Seiten
Erscheinungsdatum: 02.10.2017



Inhalt
Loveday ist ein introvertiertes Mädchen, dass sich mit ihren Tattoos und den schwarzgefärbten Haaren von den Menschen um sich herum abschottet. Ihre Arbeit in einem Bücher-Antiquariat und das Lesen erfüllen sie voll und ganz. Doch als Nathan plötzlich in ihr Leben tritt, mit seinen Poetry Slam Abenden und den Gedichten, wird Loveday mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, die sie so lange versucht hat zu verdrängen...

Meinung
Als ich das Buch zum ersten Mal im Internet entdeckte, hat mich der Titel und die Aufmachung mit den zwei Personen und den Büchern sofort angesprochen. Und als ich dann den Klappentext gelesen hatte, war ich Feuer und Flamme. 
Ich bin ein großer Fan von Poetry Slams und war gespannt, was mich in diesem Buch erwarten würde.
Die Protagonistin hat den außergewöhnlichen Namen Loveday und auch ihre Geschichte ist mehr als ungewöhnlich. Von der Vergangenheit gekennzeichnet ist zu einer Person geworden, die unsichtbar ist - oder zumindest davon ausgeht, es zu sein.
Doch der Leser lernt sie wirklich kennen. 
Man taucht ein in ihre Gedankenwelt und wie bei einem Puzzle fügt sich ein Stück nach dem anderen zusammen, bis man das Gefühl hat, Loveday wahrhaftig zu verstehen.
Man begleitet sie auf ihrem Weg, die Schatten ihrer Kindheit zu bekämpfen, um endlich nach vorne schauen zu können. Um die Welt um sich herum so wahrzunehmen, wie sie es verdient hat.
Man gewinnt Loveday lieb und besonders Buchverrückte fressen einen Narren an ihr.


"Archie meint, dass Bücher die besten Geliebten sind und die anspruchsvollsten Freunde. Er hat Recht, aber auch ich habe Recht: Bücher können echten Schmerz zufügen."

Jeder, der Bücher und Worte liebt, weiß diese Geschichte zu schätzen und erkennt sich selbst in ihr wieder. 
Die Kapitel sind aufgeteilt in verschiedene Genre, je nachdem, welcher Abschnitt aus Lovedays Leben darin eine Rolle spielt. Lyrik, Geschichte, Krimi,...ihr Leben ist voll davon
Ihre Tattoos sind einfach genial: Erste Sätze aus Büchern, die ihr etwas bedeuten und ein Teil von ihr sind.
Die Autorin schreibt tiefgründig und direkt, sowie ich mir Loveday auch vorstelle. 


"Es geht nicht darum, ob du fällst, sondern darum, wie viele Menschen da sind, die dich aufheben, dein Knie verarzten, dich auf dem Sofa zudecken und mit Kakao und Büchern versorgen, bis es dir wieder besser geht."

Das Antiquariat, in dem Loveday mit dem einzigartigen Archie arbeitet, steckt voller Geborgenheit.
Archie ist sowieso eine Nummer für sich, der diesem Buch Leben einhaucht, mit seinen verrückten Erzählungen und seiner liebenswürdigen Art.
Und als auch noch Nathan in Lovedays Leben tritt, bekommt die Geschichte ihren ganz eigenen Zauber.
Die Gedichte der Poetry Slam Abende stehen gar nicht so im Mittelpunkt, wie ich es erwartet habe und haben dem ganzen trotz allem die besondere Note gegeben.

Fazit
Insgesamt hat Stephanie Butland ein ungewöhnliches Buch geschrieben und mit sanften Worten ein sehr ernstes Thema zur Sprache gebracht, welches mehr Aufmerksamkeit verdient hätte.
Ich muss sagen, dass mich das Buch nicht vom Hocker gerissen hat, dafür gab es inhaltlich und auch durch den Schreibstil einfach ein paar Punkte, die mich zwar nicht wirklich gestört haben aber dem Buch das gewisse Etwas für ein Wow-Buch genommen haben..
Ich denke, ihr wisst was ich damit meine ;)
Aber ich habe es sehr gerne gelesen und würde es Buchliebhabern jederzeit empfehlen. ♥ 
Allein um die einzigartigen Charaktere kennenzulernen, lohnt es sich! 

"Das nächste Mal, wenn du etwas vergisst, hat vielleicht ein ganz und gar neues Abenteuer begonnen."


Ich danke dem Droemer-Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar.

Eure Samira 🌟




Freitag, 29. September 2017

Rezension: No going back

No going back

Titel: No going back
Autor: Stephanie Monahan
Verlag: dtv Verlag
Seiten: 336 Seiten
Erscheinungsdatum: 23.09.2016




Inhalt
Als Natalie das Lied "Good Enough" aus den Lautsprechern spielen hört, kann sie es kaum fassen. Dieses Lied handelt von ihr. Gesungen von ihrem ehemaligen High-School Freund, von dem niemand wissen durfte, weil er zu "uncool" für ihre Freundinnen war. Doch als sie seine Stimme hört, die sie nie vergessen hat, erwachen Erinnerungen an die Vergangenheit und Natalie versucht sich gegen die aufkommenden Gefühle zu wehren...

Meinung
Während meiner Arbeit in der Stadtbibliothek ist mir das Buch in die Hände gefallen Und das nicht zum ersten Mal.
Nachdem ich mehrmals darauf gestoßen bin und den Klappentext ziemlich interessant fand, entschloss ich mich spontan dazu, mal in das Buch rein zu lesen.
Und schon war es um mich geschehen.

Es beginnt alles mit einem Lied, das im Radio läuft. Ein Album, hinter dem sich eine größere Geschichte verbirgt. Die Geschichte von Jack und Natalie.
Die Geschichte wird mit der Zeit immer mehr aufgedeckt, denn das Buch, das in der Gegenwart spielt, wechselt immer wieder zu Episoden aus Natalies Vergangenheit.

Ich liebe es, wie die Kapitel der Vergangenheit mit einzelnen Liedzeilen aus Jacks Album beginnen. Die Songtitel ergänzen jedes Kapitel perfekt und geben einen kleinen Teil der Liebesgeschichte preis.
Doch es ist viel mehr als nur eine Liebesgeschichte.
Natalie kämpft mit ihrer Vergangenheit, mit dem unsicheren Ich, das sie früher war und teilweise noch immer ist.
Sie kämpft mit ihren vergangenen Entscheidungen und ihrem Verhalten, dass schon fast ein Zwang war, aus dem sie nicht mehr rauskam.
Aus Selbstschutz errichtet sie eine Mauer um sich herum, wird zu dem beliebten Mädchen mit der Maske, das die Dinge macht, die man von ihr erwartet.
Zwischendurch hätte ich sie am liebsten geschüttelt, um ihr klar zu machen, dass sie sich alles kaputt macht und ihrem Glück im Weg steht. Dass sie endlich mal aus ihrer Haut rauskommen soll.
Aber trotzdem war sie mir (fast) immer sympathisch und ich habe sie ins Herz geschlossen.
Genauso wie Jack.
Die Geschichte ist so wunderbar romantisch und ich habe richtig mitgefiebert und mitgefühlt!


"Das ist ja das Tolle daran. Niemand kennt dich. Du kannst ganz du selbst sein und niemanden kümmert es."

Die Erinnerungen der Vergangenheit waren genauso fesselnd wie die Erzählungen der Gegenwart und ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen.
Die Autorin hat einen Schreibstil, der den Charakteren so viel Leben und Natürlichkeit gibt.
Charaktere, wie wir sie alle aus unserem Leben kennen und deren Gefühle wir umso mehr nachvollziehen können.
Manche Personen haben sie weiterentwickelt, sind über sich hinausgewachsen. Andere sind auf der Stelle stehen geblieben.
Und doch konnte man erkennen, dass vieles nicht gleich so ist wie es scheint.
Man bekommt einen Einblick hinter die Fassaden der Leute und merkt, dass der oberflächliche Eindruck und das Bild, in das man sie zwingt, nicht der Wahrheit entspricht.
Stephanie Monahan hat es auf bemerkenswerte Weise geschafft, mir diesen Eindruck mit viel Gefühl und Selbstreflexion zu vermitteln.

Fazit
Ich habe dieses Buch um Welten unterschätzt!
Anfangs habe ich wirklich nur eine 0815 Geschichte erwartet - aber es hat mich umgehauen!
Es ist eine Geschichte voller Gefühl, Tiefe und Romantik.
Die von einem Mädchen handelt, dass mutig genug ist, um sich mit ihren Entscheidungen auseinanderzusetzten.
Die von Freundschaft und Liebe erzählt und zeigt, dass der erste Eindruck täuscht.
Eine herzerwärmende Geschichte, die mich zum lächeln gebracht hat, bei der ich aber auch ganz wässrige Augen bekommen habe.
Ein packendes Buch, mit einem großartigen Schreibstil, dass einen aufseufzen lässt und an das man sein Herz verliert.
"No going back" ist mein Überraschungsbuch 2017 und ich hoffe, dass wir auch in Zukunft noch mehr von Stephanie Monahan hören werden.



Eure Samira 🌟